Gandan - Nomadays
Gandan

Der Gandan Kloster ist ein Kloster des tibetischen Stiles. Übersetzt heißt es soviel wie: „ der große Ort der vollkommenen Freude“. Heutzutage leben dort mehrere hunderte Lamas, eine Statue von Megjid-Janraiseg in der Größe von 26,5 Metern existiert ebenfalls dort. Nach einer Sage zufolge, führt Megjid-Janraiseg alle Männer auf dem Weg zur Wahrheit. Er repräsentiert Mitgefühl.

Geschichte

Der damalige Höchstrangige, der mongolisch- geistigen Hierarchie, war der fünfte Javzandamba. Er ließ das Kloster 1809 im Zentrum von Ulan-Bator, unter den Namen Shar Sum („gelbes Kloster“) bauen. 1838 jedoch wechselte es seinen Standort hinauf auf den Hügel Dalkha und nahm seinen aktuellen Namen an und wurde somit das Hauptzentrum des Vajrayana Buddhismus in der Mongolei. Seit her wurden dort viele buddhistische, astrologische und medizinische Schulen gebildet.

Als 1930, während der Kommunistischen Herrschaft in der Mongolei, unter der hartnäckigen Unterdrückung Stalins wurden mehr als 900 Kloster zerstört und über 10.000 Lamas hingerichtet, doch das Gandantegchinlen Kloster ist eines der wenigen, das seine eigene Zerstörung verhindert konnte. Es musste 1938 mit fünf zerstörten Tempeln schließen. Die Anderen wurden als Kuhställe genutzt, oder um russische Beamten zu empfangen. Nach einer Petition der Lamas, im Jahre 1944, konnte das Kloster wieder öffnen. Ihnen war es sogar erlaubt als ein Buddhist Kloster zu funktionieren, jedoch nur unter der strengen Kontrolle der Kommunisten.

Nach dem Fall des Kommunistischen Systems in 1990 war die Zeit der Unterdrückung vorbei und das Land konnte seine Kultur wieder aufleben lassen. Das Kloster konnte ganz seinen Aktivitäten nachgehen. Das Gandan Kloster startete darauf hin ein strebsames Restaurierungs-Programm. Heute leben im Kloster über 900 Lamas, in etwa zehn Dazans (buddhistische Schulen) und Tempels.

Die Statue von Megjid-Janraiseg

Die Ursprüngliche Statue wurde aus Gold und Bronze im Jahre 1913, von den Spenden der Mongolen für den Bogdo Khan (der achte Javzandamba und Kaiser der Mongolei) erschaffen. Sie war 32m groß und war ein Freiheitssymbol der Mongolen gegen das Machu System. Jedoch 24 Jahre später, 1937, zerstörten die Sowjetischen Truppen die Statue. Die Trümmer wurden während der Belagerung Leningrads, zum Kugeln formen benutzt.

Nach der demokratischen Revolution 1990 versprach der Staat Freiheit für die mongolische Kultur. Die Restaurierung der Statue symbolisiert den guten Willen des Staates und die Sicherheit, Freiheit und die Unabhängigkeit. Aufgrund dessen, sah die Regierung und das Volk große Wichtigkeit in die Wiederherstellung der Statue.

Der Dalai Lama selbst hat die Megjid-Janraiseg Statue („der Herr, der in allen Richtungen sieht“) in 1996, nach fünf Jahren Arbeiten eingeweiht. Sie ist 25m hoch und wiegt über 20t, bestehend aus Kupfer, das aus den Minen in Erdenet kommt.

Die Statue ist mit Gold, das aus Nepal und Japan kam, bedeckt, mit goldenen Brokaten bestick und besteht aus mehr als 100kg Seide. Des weiteren befinden sich an der Statue 2286 Edelsteine, 27t medizinische Pflanzen, 334 Sutras und über 2 Millionen Mantras!

1000 Amitabha (Ayush) Götterstatuetten umgeben die Statue und zwei Stein-Löwen sind in ihrer Nähe, nach den Regeln der Buddhist Skulptur.

Die Kloster-Tempels

Der erste Tempel des Klosters wurde auf die initiative von Luvsanchultimjigmed Dambiijantsan gebildet. Er war ein lebender Buddha, die fünfte Reinkarnation von dem Bogd. Er wurde von den besten Architekten der Mongolei gebaut. Der Tempel bestand aus Holz und Erde und ordnet sich den damaligen architektonischen Regeln unter. Die Decke war mit Gold überzogen und mit buddhistischen Symbolen dekoriert. Viele Statuen und Bilder von Bodhisattva, die es im Ganden gibt, sind sehr wichtig. Wie zum Beispiel:

  • eine Bronzestatue von Zanabazar (erste Inkarnation von Buddha), selbst geformt auf den Wunsch von seiner Mutter hin
  • Buddhas Grundinstruktion auf 108 Bänden, Tripitaka (Gangiur)
  • die Silberstatue vom berühmten Tsongkhapa aus Amdo, vom 16. Jahrhundert und Westen der Mongolei

Der Vajradhara Temple wurde von 1840 bis 1841 gebaut. Er besteht aus Ziegelsteinen und Steinen und die Decke aus Keramik und vergoldeten Dekorationen. Auf dem Hauptalter des Dzu Tempels, können wir eine stehende Statue von Buddha mit seinen zwei Schülern erkennen. Sie ist von Anfang des 19. Jahrhunderts, stammend aus Dolon Nuur, der Inneren Mongolei. Im Tempel selbst gibt es täglich religiöse Dienste.

Das Dedanprovan Gebäude war ein zweistöckiges Gebäude. Es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wurde vom Buddha Luvsanchultimjigmed Dambiijantsan, die fünfte Reinkarnation, als eine Bibliothek genutzt. Die Decke bestand aus Keramik und hochwertigen, goldüberzogenen Dekorationen. In 1904 hauste der 13. Dalai Lama in Dedanprovan. Heute, jedoch wird das fünfte Gebäude, „Bibliothek“ genannt, als die offizielle Bibliothek des Gandantegchinlen Klosters genutzt. Sie finden Vorort über 50.000 Bücher, 1 Million Sutras auf mongolisch, tibetisch und auf Sanskrit geschrieben und chirurgische Instrumente des 16. Jahrhunderts.

Des weiteren befinden sich in den Tempeln die „Acht Edlen Dekorationen“, “Damdin Choijil”, Bilder über Mahayana und Bodhisattva, 16 Repräsentationen über Arhat, entworfen von Mongolen, Tibetern und Indern. Die Stickarbeiten und die Malereien repräsentieren ebenfalls Bodhisattva, hergestellt von mongolischen Künstlern. In den Tempeln werden außerdem eine große Anzahl an satirischen Entwürfen und Cartoons gezeigt.

Das Lehrgebäude ”Dazan” Dechingalav befand sich in Zentrum von Ulan Bator, doch 1992 zog es auf das Klostergelände. Der Aufbau dieses „Dazans“ begann 1800, nach dem der 4. Bogd Jevzundamba das Kalachakra Kloster Zuu Baruun in Tibet besuchte. Damals lud ihn Lkhokh Jalsrai Gegeen für die Kalachakra Philosophy, zeitlicher Zyklus ein. Der Bogd weihte die Dechen Gelpa Dazan Schule in 1801 ein, sie funktionierte als diese, bis das Kloster 1937 schließen musste. 1961 gab es die erste Kalachakra Zeremonie nach der Schließung. Als der Dalai Lama 1990 seine Kalachakra Initiierung in Varanesi, Indien durchführte, kündigte er an, dass die nächste Initiierung in der Mongolei, im Gandantegchinlen Kloster, stattfinden wird. Folglich starteten die Mongolen sofort die Restaurierung des Dazans. Tibetische Mönche besuchten die Schule, um den mongolischen Lamas die Kunst des Sand-Mandalas bei zu bringen. Die Initiierung fand dann 1995 statt, durchgeführt vom Erleuchteten, Dalai Lama. Seit her performt die Schule jedes Jahr am 15. des letzten Frühlingsmonats, des Luna Kalenders, das Kalachakra Ritual.

Der achte Bogd Jevzundamba bildete das Bildungszentrum Idgachoinzinlin. Die Praktiken fundieren auf das Wissen des tibetischen Schülers, Sera Jebzunpa. Doch die Schule wurde 1938 zerstört. Die ehemaligen Schüler Tserendemchig und Naidan bauten sie wieder auf, 1990 konnte sie dann wieder neu öffnen. Ein weiterer Tempel wurde 2004 eingeführt.

Der __zweite Bogd Jebzundamba und Manjusri Khutagtu erschufen das _Bildungszentrum Tashchoimphel_ im Jahre 1756 und wurde 1938 zerstört. Die Restaurierungsarbeiten starteten 1990 und vier Jahre später endeten sie erfolgreich.

Der vierte Bogd Jetsundamba eröffnete das Bildungszentrum Gungaachoiling in 1809. Es fundierte aus das Wissen des tibetischen Schülers Panchen Sonamdagva. Die Schule lehrte mehr 3000 Lamas, mit eingeschlossen die mongolischen Meister Agvanrinchen, Darp Pandita und Zava Damdin Gavju. 1990 nahm der Dazan seine Aktivitäten wieder auf und erweiterte dazu seine Disziplinen. Heute studieren viele Lamas dort.

Die Buddhistische Universität der Mongolei wurde 1970 gegründet. Sie mixt moderne Bildung mit traditionellen Methoden. In der Universität können die Schüler die allgemeine Hochschulreife abschließen. Heutzutage gibt es dort zwei Sektionen:

  • internationale Wissenschaften (die Lehre von Buddhas Philosophie und die Lehre des Singens)

  • allgemeiner Wissensbereich (die tibetische, englische Sprache, Sanskrit, Medizin und Astrogoly)

Der zweite Bogd Jebzundamba bildete 1745 den Badam Yoga Dazan, in der die Kultur des Singens und des Vortragen des Gebetes gelehrt wird. Seine Aktivität wurde 1928 eingestellt und 2002 wieder aufgenommen. Nun befindet er sich im Geser Tempel, im westlichen Bereich des Gandans.

Das Hauptziel der Schule, für traditionelle Medizin und Astrologie ist, Wahrsagungen zu machen. Sie wollen unbeirrt positive, negative Monate und Tage vor raus sagen, um verschiedene Events zu organisieren. Die Ärzte diagnostizieren die Krankheiten und Ursachen ihrer Patienten.

Der zweite Bogd Jebzundamba bildete das Bildungszentrum Lud im Jahre 1739. Wie die anderen Dazans auch, musste dieser 1938 schließen. Doch nur 50 Jahre später, 1998 konnte es wieder öffnen. Tantrische Dienste und rituelle Lieder werden hier performt.