Regard

Sensibilisierungsaufruf: Unterstützen wir unsere Empfängerpartner.

Offener Brief von Sylvain Recouras an Fachleute der Tourismusbranche während der Covid-19-Krise.

Heute präsentieren wir Ihnen keinen gewöhnlichen Artikel. Angesichts dieser beispiellosen Krise, die den gesamten Tourismussektor trifft, hat Sylvain Recouras, Gründer des Kollektivs Nomadays, seine Feder ergriffen, um sich an alle Profis des Tourismus und des Reisens zu wenden.

Offener Brief an die Profis des Tourismus und des Reisens

"Appell zur Sensibilisierung für das Schicksal von Empfängeragenturen, unsere Partner am anderen Ende der Welt"

Von Sylvain Recouras, Gründer des Kollektivs Nomadays

Die Covid-19-Pandemie hat das gesamte globale Tourismusökosystem in eine beispiellose Krise gestürzt. Wir, Profis des Tourismus und des Reisens, durchleben eine Zeit der massiven Zerstörung von allem, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.

Als Gründer des Kollektivs von lokal ansässigen Reiseagenturen Nomadays, das heute 60 Agenturen zusammenführt, stehe ich regelmäßig mit diesen in Kontakt und die Bilanz ist sehr pessimistisch. Nach 9 Monaten der Inaktivität ohne Unterstützung durch ihre jeweiligen Regierungen — weder Zugang zu Schulden noch Einnahmequellen — setzt sich die Krise fort und niemand sieht ein Ende.

Ich wende mich hier an alle Tourismusprofis in Frankreich und starte einen Appell zur Sensibilisierung: Unsere lokalen Partner (Reiseleiter, Kundenberater, Logistikleiter, Fahrer, Köche…) mit denen wir Reiseagenturen und Reiseveranstalter das ganze Jahr über zusammenarbeiten, benötigen Anerkennung und Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

Unsere Partner heute unterstützen heißt, die Tourismusproduktion von morgen zu retten.

Ohne dieses Bewusstsein würde der Tourismus nach der Krise, von dem wir alle träumen — gerechter, ausgewogener, verantwortungsvoller — nicht mehr viel Sinn machen.

Die lokale Reiseagentur Horseback Mongolia in der Mongolei, Ursprung des Nomadays-Projekts, hat eine große Solidaritätskasse ins Leben gerufen, um ihren Teams ein Mindesteinkommen zu zahlen. Als Dank werden eine Reise in die Mongolei und viele Geschenke an die Spender bei einer Ziehung am 31. Dezember 2020 verlost.

Nomadays unterstützt diese Initiative aktiv, die letztendlich anderen Mitgliedagenturen finanzielle Hilfe bringen wird, die darum gebeten haben. Die Bedürfnisse sind vielfältig: eine Erneuerung der Berufslizenz in Benin, eine Visumerneuerung in Indonesien und selbstverständlich Gehälter, die in Madagaskar, Kirgisistan, Kambodscha… gesichert werden müssen.

Unser Kollektiv unterstützt in erster Linie die Partner-Agenturen, denkt aber auch an alle anderen Mitarbeiter der lokalen Agenturen, die nicht zum Nomadays-Netzwerk gehören und die ebenfalls Hilfe und Solidarität benötigen.

Tourismusprofis, mobilisieren wir uns, unterstützen wir unsere Partner und werden wir starke Vermittler dieser Solidaritätsposition für die Reisen von morgen!

Sylvain Recouras

Die Solidaritätskasse der lokalen Agentur Horseback Mongolia

Die lokale Agentur Horseback Mongolia mit Sitz in der Mongolei möchte angesichts dieser Krise nicht untätig bleiben. Seit Februar verzeichnet die Agentur keine Aktivität mehr. Um heute ihre Teams weiterhin zu bezahlen und ihre Partner, Kollegen und Freunde zu unterstützen, blieb ihr keine andere Wahl, als die Solidarität aller Liebhaber des Reisens und der Mongolei zu mobilisieren. Eine Solidaritätskasse wurde daher auf der Plattform Leetchi ins Leben gerufen. Nach Abschluss der Kampagne wird eine Ziehung durchgeführt, um alle großzügigen Spender zu danken, mit einer Reise in die Mongolei für 2 Personen zu gewinnen sowie vielen anderen Preisen.

Ich nehme an der Solidaritätskasse teil!

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Charlene Desdoits

L'auteur

Charlene Desdoits

Amoureuse des mots, de la nature et des rencontres, elle s’attache à transmettre dans ses textes une vision sensible, engagée et responsable du tourisme. Chaque article est pour elle une passerelle en

Catégorie : Expériences localesMis à jour le 9 mai 2026