Google Arts & Culture, die beste App, um vom Sofa aus abzutauchen!
Regard14 avril 20203 min de lecture

Google Arts & Culture, die beste App, um vom Sofa aus abzutauchen!

Als die Lockdowns 2020 eine App in einen globalen Kulturpass verwandelten.

Im Frühjahr 2020, als die Museumstor schließen und die Flugzeuge am Boden bleiben, gewinnt eine diskrete Anwendung neue Bedeutung. Google Arts & Culture ist kein Ersatz für Reisen — nichts ersetzt den Duft eines Marmorraums oder die glückliche Müdigkeit eines Tages im Louvre — bietet aber etwas Kostbares: einen Zugang, ein Fenster, eine Möglichkeit, die Neugier zu verlängern, wenn sich die Welt schließt.

Eine Kulturbibliothek aus dem Jahr 2011

Das Projekt entstand im Februar 2011 unter dem Namen Google Art Project. Anfangs hatten nur siebzehn Institutionen sich an das Spiel der dreidimensionalen Digitalisierung gewagt. Darunter waren Namen, die zum Träumen einladen: das MoMA in New York, das Schloss Versailles — auch als Musée de l'Histoire de France bekannt —, das Van Gogh Museum in Amsterdam oder die National Gallery in London. Eine Handvoll Pionimuseen, bereit, Teile ihrer Sammlungen einem noch experimentellen Format anzuvertrauen.

Fast ein Jahrzehnt später hat sich das Ökosystem erheblich vergrößert. Über 2.000 Institutionen aus 80 Ländern beteiligen sich nun an diesem Abenteuer und verwandeln die Anwendung in eine Art lebendige Enzyklopädie der Kunst und des Kulturerbes. Der Service hat auch seinen Namen geändert — Google Arts & Culture — um zu signalisieren, dass er weit über die Schönen Künste hinausgeht.

Orte, die man für unzugänglich hielt

Was beim Durchstöbern des Katalogs überrascht, ist die Vielseitigkeit der angebotenen Reise. Man kann hinter die Kulissen der Pariser Oper gehen, um die darstellenden Künste zu verstehen, virtuell durch die Überreste von Machu Picchu gehen, sich dem Taj Mahal so weit nähern, dass man die Einlegearbeiten aus halbedlen Steinen unterscheiden kann, oder schwebend an Bord einer NASA-Raumstation. Die Anwendung hat auch „Face of Frida" ausgestellt, die größte Ausstellung, die Frida Kahlo je gewidmet war, und vereinte Werke, Briefe und Fotografien, die auf mehrere Kontinente verteilt sind.

Diese Vielfalt ist wohl das schönste Versprechen des Service: die Kulturgüter nicht zu hierarchisieren. Eine europäische Kathedrale, eine südamerikanische archäologische Stätte und eine wissenschaftliche Institution stehen auf der gleichen Ebene, als verschiedene Wege, die Welt zu bewohnen.

Jenseits des virtuellen Museums: Werkzeuge zum anderem Betrachten

Das Besuch aus der Ferne beschränkt sich nicht auf das Durchblättern von Bildern. Mehrere in die Anwendung integrierte Tools verwandeln das Browsing in ein echtes Erlebnis.

  • Street View ermöglicht es, die Räume durchzustreifen, wie man es vor Ort tun würde, nach eigenem Tempo.
  • Pocket Gallery rekonstruiert Ausstellungen in Augmented Reality, zugänglich vom Smartphone.
  • Art Projector projiziert Werke virtuell in ihrer echten Größe ins Wohnzimmer — ein Detail, das alles verändert, wenn man die imposante Skalierung eines bis dahin in Miniatur gesehenen Gemäldes entdeckt.
  • Art Camera bietet extreme Auflösung, mit der man in die Leinwandstruktur, Risse im Lack oder die versteckte Signatur des Malers zoomen kann.

Dazu kommen historische Quizze, spielerische Werkzeuge zum Erstellen eigener Werke auf der Grundlage vorhandener Modelle oder auch eine Farbsuche, die Werke mit der Palette eines persönlichen Fotos verbindet. So viele verschiedene Zugangsmöglichkeiten für Publiken, die nicht alle die gleichen Gewohnheiten im Umgang mit Kunst haben.

Eine wertvolle Begleiterin in Zeiten der Isolation

Was letztendlich bleibt, sind die Anekdoten, die man auf dem Weg sammelt: ein biografisches Detail über einen Maler, die Geschichte eines königlichen Auftrags, die verborgene Bedeutung eines in der Ecke eines Gemäldes platzierten Objekts. Diese kleinen Aufhellungen bilden, wenn sie sich anhäufen, eine persönliche Kultur, aus selbst gewählten Fragmenten statt aus eiligen Besuchen.

Im April 2020, als Reisen zum Stillstand kommen, erscheint die Anwendung als Übergangsgefährte — kein Ersatz, sondern eine Erweiterung. Eine Möglichkeit, zukünftige Reiserouten vorzubereiten, sich die Klassiker in Erinnerung zu rufen, oder einfach diese Neugier auf die Welt lebendig zu halten, die im Grunde der erste Antrieb des Reisens ist.

Die Anwendung ist kostenlos und auf Smartphones sowie online verfügbar: Google Arts & Culture.

Florine Dergelet

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Charlene Desdoits

L'auteur

Charlene Desdoits

Amoureuse des mots, de la nature et des rencontres, elle s’attache à transmettre dans ses textes une vision sensible, engagée et responsable du tourisme. Chaque article est pour elle une passerelle en

Catégorie : Culture & traditionsMis à jour le 9 mai 2026