Der Mahasawat-Kanal in Bangkok

Der Mahasawat-Kanal in Bangkok

Der Mahasawat-Kanal in Bangkok

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Maha Sawat, Phutthamonthon District, Nakhon Pathom 73170, Thaïlande

30 km von Bangkok entfernt erstreckt sich der Mahasawat-Kanal durch Reisfelder, Orchideenfarmen und Schwimmende Märkte. Eine Bootsfahrt zwischen Flusskultur und Landleben.

Der Mahasawat-Kanal, der sich über eine Länge von 28 km erstreckt, war einst Zeuge eines bedeutenden Warenverkehrs. Schwimmender Markt und wunderbare Bauernhoflandschaften.

Kreuzfahrttourismus boomt in Bangkok, der Hauptstadt und meistbesuchten Destination Thailands. 30 km außerhalb der Metropole lädt der Mahasawat-Kanal zu einer Bootsfahrt ein, um in die kommerzielle Vergangenheit des Landes einzutauchen. Einst wurden landwirtschaftliche Waren und Güter auf dieser Wasserstraße zu den Kunden der Hauptstadt transportiert – ein Schwimmender Markt avant la lettre. Mit jeder Ruderschlag offenbaren sich Reisfelder, Kokospalmen und Lotusblüten, die ein fesselndes Bild des traditionellen Landlebens malen. Ein ideales Reiseziel für jene, die eine neue Facette Bangkoks entdecken möchten: die von der Landwirtschaft geprägten Vororte.

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Geschichte

Die Kanäle oder Klongs sind Zeugen des sozialen und kulturellen Lebens Bangkoks. Der Mahasawat-Kanal wurde vor etwa 150 Jahren während der Herrschaft von Rama IV. gegründet. Zu dieser Zeit gab es weder Straßen noch Eisenbahnen zur Hauptstadt. Der Kanal spielte eine wichtige wirtschaftliche Rolle als Wasserstraße, über die Konsumgüter wie Reis und Gemüse in die Stadt der Engel transportiert wurden. Einigen Chroniken zufolge hätte das Konzept des Schwimmenden Marktes in Thailand seinen Ursprung im Mahasawat-Klong. Geografisch beginnt der Kanal beim Chao-Praya-Fluss und mündet in den Tha-Chin-Fluss.

Bootsfahrt entlang des Mahasawat-Klongs

Eine Bootsfahrt entlang des Klongs ist ein angenehmes Erlebnis, eines der unvergesslichsten aus einem Thailand-Aufenthalt. Der Mahasawat-Kanal verbindet Bangkok Noi mit dem Tha-Chin-Fluss. Seine Länge beträgt etwa 28 km. Mit jedem Ruderschlag kehrt die Gedanken zur lebhaften Atmosphäre zurück, die einst diesen Landstrich durchpulste, bevor Straßen den Flussverkehr verdrängten. Es muss ein endloser Strom bunt bemalter Boote gewesen sein. Heute begegnet man noch lokalen Bauern an Bord ihrer Kähne, die verschiedenste Produkte transportieren. Diese werden auf Bangkoks Märkten verkauft, wie dem Don-Wai-Markt.

Bei Annäherung an die Ufer offenbaren sich herrliche landwirtschaftliche Landschaften, die geradezu nach Fotografien schreien: das Grün der Reisfelder, das reine Weiß der Lotusblüten, die betörenden Orchideen und Reihen von Kokospalmen – Elemente des Landschaftserbes Bangkoks und seiner Vororte.

Agritourismus

Entlang des Kanals lohnen sich zahlreiche Stopps, um die Landschaft zu bewundern. Ein Besuch der Orchideenfarmen verdient einen ersten Halt. Mehr als zwanzig Orchideenarten können hier gezählt werden. Nach biologischen Anbaustandards gezüchtet, sind Orchideen das Exportprodukt des Agrarsektors. Sie gibt es in allen Größen und verschiedensten Farben. Die von Reiseführern empfohlene Thassanee-Farm lohnt sich. Sie können bei der Ernte zuschauen oder einen schönen Blumenkorb kaufen.

Weiter unten folgt ein zweiter Halt beim Besuch einer Lotusblüten-Farm. Ein Cousin der Seerose, der Lotus wächst überall an den Flussufern Bangkoks. Am besten kommt man am Nachmittag, wenn die Blüten sich öffnen und in intensivem Weiß oder Blau strahlen. Liebhaber können getrocknete Lotusbouquets mit nach Hause nehmen.

Entdeckung des Don-Wai-Marktes

Die Bootsfahrt auf dem Mahasawat-Kanal führt unweigerlich zum Don-Wai-Markt. Er liegt westlich von Bangkok, an den Ufern des Tha-Chin-Flusses. Ein schönes Beispiel eines Schwimmenden Marktes, wo Boote in Reihe frische lokale Produkte ausstellen. Leider ist er unter europäischen Touristen noch wenig bekannt. Für die besten thailändischen Spezialitäten ist dies der richtige Ort. Feinschmecker loben einstimmig die Gemüsenudelsuppe mit Ente. Die Reiswaffeln aus Sesamkörnern und gehacktem Schweinefleisch schmelzen herrlich im Mund. Bananenchips und Mangoblätter sind ebenfalls weit verbreitet.

Ein Stopp im Wat Suwannaram Ratchaworawihan (Wat Suwan)

Neben der Bootsfahrt kann man einen Moment der Andacht im Tempel Wat Suwannaram verbringen, der an der Kreuzung zwischen Bangkok Noi und Mahasawat liegt. Von der ursprünglichen Struktur aus der Ayutthaya-Ära (15.–16. Jahrhundert) ist nur noch die Ordinationshalle mit ihrem zart geschwungenen Dach erhalten, das einer chinesischen Dschunke ähnelt. Aus dem von König Rama III. im 19. Jahrhundert angeordneten Restaurierungsprojekt hat der königliche Tempel die herrlichen, datierten und signierten Wandmalereien von Luang Wichijesda und Luang Seniborirak bewahrt, in denen die Legende des Mahanitapa Jataka der Nachwelt überliefert wird. Anwohner verbinden mit dem Tempel das Image eines "gespenstischen Ortes". Angeblich wurden Geister auf dem Glockenturm und dem Schulgelände des Tempels gesichtet – umherirreende Seelen von Kriegern, die König Taksin während der Konfrontation zwischen Siam und Birma hinrichten ließ. Ein Ort von großem historischen Wert, der zudem Meisterwerke der Rattanakosin-Kunst beherbergt.

Klima

Der Mahasawat-Kanal fließt durch die Vororte der Hauptstadt Bangkok, wo ein ausgeprägtes tropisches Klima herrscht. Vermeiden Sie eine Bootsfahrt zwischen Mai und Oktober, denn anhaltende Regenfälle können zu Überflutungen führen und die Schifffahrt erschweren. Es ist ratsamer, die Bootsfahrt zwischen November und Februar zu planen.

Wie kommt man dorthin?

Um eine Lustfahrt auf dem Mahasawat-Kanal zu unternehmen, können Touristen von Bangkok aus einen Bus oder Zug nehmen. Am praktischsten ist es jedoch, sich direkt an einen Reiseveranstalter zu wenden, der Bootsfahrten auf diesem Kanal anbietet.

Fotos

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