Thailand verbietet korallenfeindliche Sonnencreme in seinen Meerepark-Schutzgebieten
Thailand untersagt giftige Sonnencremes in seinen Meerepark-Schutzgebieten, um die Korallen zu schützen. Erfahren Sie mehr über diese ökologische Maßnahme und ihre Implikationen für Ihre Reisen nach Thailand.
- August 2021
Gute Nachrichten für die Korallenriffe und die Meeresökosysteme Thailands! Die thailändische Regierung kündigte am 4. August an, giftige Sonnencremes in ihren Meerepark-Schutzgebieten zu verbieten. Wir berichten über diese wichtige Maßnahme.
Sonnencreme verantwortlich für das Korallenbleichen
Bekannt für ihre Plätze unter den schönsten Stränden der Welt, zieht Thailand Strände jedes Jahr Dutzende von Millionen Touristen an. Dies hat jedoch Konsequenzen für die Umwelt. Neben Verschmutzung und Klimawandel hat der Massentourismus stark zur Degradation der Meeresgründe und Korallenriffe des Landes beigetragen. Angesichts dieser Situation entschied die thailändische Behörde, insbesondere das Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP), giftige Sonnencremes in den Meerepark-Schutzgebieten zu verbieten. Eine Verordnung trat am 4. August in Kraft und verbietet Sonnenschutzmittel mit chemischen Stoffen, die Korallenriffe schädigen.
Diese Maßnahme betrifft speziell Sonnencremes mit chemischen Verbindungen wie Oxybenzon, Oktinoxat, 4-Methylbenzylidencampher und Butylparaben. Obwohl diese Produkte als Filter zur Hautschutzfunktion dienen, haben wissenschaftliche Studien (die diese Entscheidung unterstützen) gezeigt, dass diese chemischen Substanzen "Korallenriffe schädigen, Korallenlarven zerstören, ihre Fortpflanzungssysteme beeinträchtigen und das Korallenbleichen verursachen". Obwohl die Behörden noch nicht präzisiert haben, wie sie die Einhaltung dieser neuen Maßnahme durchsetzen wollen, haben sie angegeben, dass Zuwiderhandelnde mit einer Geldstrafe von 100.000 thailändischen Baht rechnen müssen (was derzeit etwa 2500 Euro entspricht).
Thailand schützt die Korallen seiner Meerepark-Schutzgebiete
Dies ist nicht die erste Maßnahme, die Thailand zum Schutz seiner Umwelt unternimmt, sei es zur Rettung der Korallenriffe und der davon abhängigen Tiere. Im Phi-Phi-Archipel ist der Maya-Bay-Strand – weltweit berühmt durch den Film "The Beach" – seit 2018 für Besucher gesperrt, um dem Ökosystem die Gelegenheit zur Regeneration zu geben. Eine Initiative, die auf andere Naturschutzgebiete ausgeweitet werden soll, wie der Umweltminister bereits angekündigt hat, mit dem Ziel, die Umweltauswirkungen des Tourismus zu begrenzen.
Bei Sonnencremes ist Thailand nicht das einzige Land, das eine solche Maßnahme ergriffen hat. 2018 kündigte der Staat Hawaii an, Oxybenzon und Oktinoxat in Sonnencremes im Archipel verbieten zu wollen. Die Maßnahme wird seit dem 1. Januar dieses Jahres angewendet. Am 1. Januar 2020 verboten die Palau-Inseln die Vermarktung und Einfuhr von Sonnenschutzprodukten mit 11 als umweltschädlich geltenden Komponenten. Eines ist sicher: Thailand und diese anderen Reiseziele sollten Vorbilder im Kampf zur Rettung der Meeresgründe und Artenvielfalt sein.
Florine Dergelet
Florine Dergelet
Seit über 10 Jahren Webschreiberin mit offenen Augen und Herz für die Welt, ist Florine Dergelet eine Reisende, die von der Sehnsucht getrieben wird, unseren Planeten zu entdecken. Jeder ihrer Artikel ist eine Einladung, innezuhalten, zuzuhören und zu verstehen. Denn für sie bedeutet Reisen nicht, Länder auf einer Karte abhaken, sondern unsichtbare, doch stets kräftige Verbindungen mit Orten, Völkern und allen Arten von Lebewesen zu knüpfen. Ihr Credo? Reisende mit Ethik beraten, ihr Bewusstsein für Tierschutz, Kulturrespekt und die Bedeutung eines bescheidenen und nachhaltigen Tourismus schärfen. Denn die schönsten Erinnerungen entstehen oft weitab von den Scheinwerfern, im Schatten eines Pfades, in einer leisen Unterhaltung oder in dem stillen Atem einer Welt, die wir endlich Zeit nehmen, wirklich zuzuhören…


