Die Fahrt mit der Todeseisenbahn

Die Fahrt mit der Todeseisenbahn

Die Fahrt mit der Todeseisenbahn

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Für Ihren nächsten Road-Trip in Thailand gönnen Sie sich eine Fahrt auf den Schienen der Todeseisenbahn. Der Touristenzug bewahrt das Andenken der Kriegsgefangenen, die beim Bau des Bahnhofs ums Leben kamen. Hier erfahren Sie alles Wichtige.

Für Ihren nächsten Road-Trip in Thailand gönnen Sie sich eine Fahrt auf den Schienen der Todeseisenbahn. Der Touristenzug bewahrt das Andenken der Kriegsgefangenen, die beim Bau ums Leben kamen. Hier erfahren Sie alles Wichtige.

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Death Railway, ein historisches und identitätsstiftendes Symbol von Kanchanaburi

Unter allen Denkmälern von Kanchanaburi ist die Todeseisenbahn – Death Railway auf Englisch – zweifellos das berühmteste. Wenn Sie die Umgebung der thailändischen Hauptstadt erkunden möchten, verpassen Sie nicht diese wunderbar über den Fluss Kwai gespannte Eisenbahnbrücke. Welcher Besucher rührt sich nicht bei dem Gedanken an die Kriegsverbrechen, die vor 90 Jahren auf dieser Brücke begangen wurden? Wem würde nicht das Herz schwer, wenn er sich das Leiden der Kriegsgefangenen vor Augen führt, die gezwungen waren, verdorbene Lebensmittel zu essen, von Müdigkeit erdrückt und ohne medizinische Versorgung? Wenn Sie die Death Railway befahren, durchqueren Sie andere ikonische Orte des Zweiten Weltkriegs, wie das JEATH-Kriegsmuseum oder die Krasae-Höhle. Anschließend genießen Sie die Geschäfte und kulinarischen Highlights von Kanchanaburi. Der Besuch beginnt mit einem Hauch von Traurigkeit, endet aber in heiterer Stimmung. Um etwas anderes vom Land des Lächelns zu sehen als nur buddhistische Tempel, Reisfelder und Wasserfälle, ist eine Fahrt mit der Death Railway eine gute Idee.

Kurze Geschichte der Brücke über den Fluss Kwai

Lassen Sie uns die Eisenbahnbrücke von Kanchanaburi in ihren historischen Kontext einordnen. Der Krieg tobte in Europa und Asien. Nicht zufrieden mit der Besetzung des thailändischen Territoriums wollte Japan auch Birma peinigen. Aber diese Anschläge wurden von Großbritannien vereitelt. Daraus entstand die ehrgeizige, aber unvorsichtige Idee, eine Eisenbahnlinie zu bauen, die Siam mit Birma verbinden sollte.

Angesichts des Mangels an Arbeitskräften griffen die japanischen Offiziere zu drastischen Maßnahmen: Sie zwangen gefangene Soldaten aus den Ländern der Alliierten und asiatische Zivilisten zu dieser Schinderei. Um die Regierung von Siam zu respektieren, wurden die Thailänder verschont. Mehr als 100 000 Arbeiter starben während des Baus, der übrigens unvollendend blieb. Die überwiegende Mehrheit von ihnen waren Engländer, Niederländer, Australier und Kanadier. Das titanische Projekt war ein Flop, da die Alliierten es durch wiederholte Bombardierungen zerstörten.

An Bord der Death Railway

Kanchanaburi, ein kleines abgelegenes Städtchen in Thailand, liegt nur 3 Stunden Autofahrt von Bangkok entfernt. Sein Name ist über die Meere gedrungen, aufgrund der schrecklichen Ereignisse, die seine Eisenbahnbrücke prägten. David Leans Film „Die Brücke über den Kwai" machte sie berühmt.

Touristen befahren die Death Railway, um die düsteren Stunden des Zweiten Weltkriegs nachzuerleben. Allerdings ist die Sanftheit der Landschaften ein großes Plus der Strecke. Der Todeszug fährt von Kanchanaburi und endet in Nam Tok. Um die beste Aussicht zu genießen, werden Fahrgäste empfohlen, sich eher auf die linke als auf die rechte Seite zu setzen. Die Landschaft ist sehr blütenreich. Der Fluss fließt, gesäumt von tropischen Sträuchern. Die Berge erstrecken sich bis zum Horizont.

Bevor Sie an Bord gehen, werden Sie es sicherlich schätzen, auf der Brücke zu spazieren. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu entdecken. Fotos, die die Lebensbedingungen der Kriegsgefangenen zeigen, erwarten Sie im DEATH-Kriegsmuseum. Es befindet sich unterhalb des hölzernen Stegs, der vorläufigen Version des Bauwerks vor seinem Ersatz durch eine Stahlbrücke. Nicht weniger interessant ist das Thailand-Burma Railway Centre, ein privates Museum unter der Leitung eines australischen Historikers. Die Krasae-Höhle versteckt sich in einer Felskluft. Dort wurden die Steinblöcke gelagert, die für den Eisenbahnbau verwendet wurden. Die Häftlinge benutzten diesen unterirdischen Durchgang auch während der Bombardierungen. Der Eingang der Höhle ist mit einer beeindruckenden Buddha-Statue geschmückt.

Der Touristenzug der Death Railway ist vom Alter gezeichnet. Sie werden auf einer alten Holzbank Platz nehmen. Sie fahren durch Bauernhäuser, die in Hügeln und Reisfeldern vergraben sind. Alles atmet Seelenfrieden, sodass es kaum zu glauben ist, dass diese alten Schienen vor acht Jahrzehnten Zeuge abscheulicher Kriegsszenen waren. Wenn Sie in Hellfire Pass aussteigen, können Sie sofort nach Kanchanaburi zurückkehren oder weitermachen und das australische Museum in der Nähe des Endhaltestelle besuchen.

Praktische Informationen

· Zugfahrpläne

Es gibt drei Abfahrten pro Tag: Wenn Sie den 6-Uhr-Zug verpasst haben, erwischen Sie den 10:30-Uhr- oder 16:20-Uhr-Zug. Diese Zeiten sind nur ungefähr angegeben, da Pünktlichkeit keine Stärke der thailändischen Züge ist.

· Ticketpreis

Begeben Sie sich zum Bahnhof von Kanchanaburi, um das Zugticket für die Death Railway zu erwerben. Rechnen Sie mit etwa 100 Baht (2,7 €) für die einfache Fahrt. Die Ticketausgabe findet eine Viertelstunde vor der Zugabfahrt statt. Fahren Sie am besten frühmorgens ab, um die lange Schlange zu vermeiden, da die Death Railway eine begehrte Touristenattraktion ist. Der Bahnhof liegt nur wenige Steinwürfe von der berühmten Brücke entfernt.

· Wie man dort hin kommt

Öffentliche Busse fahren Kanchanaburi von der Hauptstadt aus an. Sie müssen nur zum Busbahnhof Mochit gehen.

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