
Das Grab des Generals Tuan
Das Grab des Generals Tuan
60 km von Chiang Rai entfernt, in den Höhen von Doi Mae Salong, erzählt das Grab des Generals Tuan die Geschichte der KMT im Exil und der Umgestaltung des Dorfes.
Bei einer Reise durch die Berglandschaft von Doi Mae Salong in Thailand besuchen viele Reisende das Grabmal des Generals Tuan. Licht auf dieser historischen Stätte von Chiang Rai.
Das Grab des Generals Tuan: Hommage an eine politische Persönlichkeit des Siam
Etwa zwanzig Kilometer von Chiang Rai entfernt laden die Bergketten von Doi Mae Salong zu einem grünen und historischen Ausflug ein. Es ist schwer zu glauben, dass dieses ruhige Dorf, wo Teepflanzen auf Terrassen angebaut werden, wo Pflaumen und Erdbeeren renommierte Produkte sind, einst ein heißes Drogenumschlagplatz war. Doch ein Denkmal auf einem Hügel erinnert nachdrücklich an diese Vergangenheit: das Grab des Generals Tuan Shi-Wen. Hier ruhen die Überreste des Gründers von Mae Salong. Hier liegt begraben der tapfere Soldat, der sein Leben für Thailand gab, indem er gegen den Kommunismus kämpfte. Der General starb 1980, und sein Grab gilt als historisches Denkmal. Der Weg lohnt sich sowohl für das Memorial als auch für die idyllische Umgebung. Bei Ihrer nächsten Rundreise in der Umgebung von Chiang Rai sollten Sie das Grab des Generals Tuan besuchen.
Geschichte des Generals Tuan
Alles begann 1949. Als die chinesische Kuomintang-Armee vor dem Triumph der Kommunistischen Partei zurückweichen musste, fand sie Zuflucht in Mae Salong, nachdem sie in den Hügeln von Laos und Birma umhergeirrt war. General Tuan befehligte die Truppen der 93. Division. Die thailändischen Behörden akzeptierten großzügig seinen Asylantrag, aber unter der Bedingung einer Gegenleistung. Die KMT-Soldaten konnten kein normales Leben führen, bis die kommunistischen Aufständischen in Thailand besiegt wurden. Während des Vietnamkriegs wurden einige von ihnen von der CIA als Söldner engagiert. Als Belohnung für ihre treuen Dienste erhielten sie und ihre Familien die thailändische Staatsbürgerschaft.
Die Flüchtlinge galten nun als anerkannte Bewohner, doch wie sollten sie ihren Lebensunterhalt verdienen? Der General Tuan und seine Männer beschlossen, sich der illegalen Opiumproduktion zuzuwenden. "Wir müssen den Kampf gegen die Geißel des Kommunismus fortsetzen, und um zu kämpfen, brauchen wir eine Armee, und eine Armee braucht Waffen, und um Waffen zu bekommen, brauchen wir Geld. In diesen Bergen ist Opium die einzige Geldquelle.", schrieb der General im Weekend Telegraph (1967). Der ehemalige Militär setzte die Bewohner von Mae Salong unter Druck, um den Mohnanbau auszubauen. Die Grundsteuer war so missbrauuchlich, dass die Bauern sich abmühten, um die Produktion zu erhöhen. Zwischen 1960 und 1975 war Mae Salong eine der größten Drogensüdrogenraffinerien des Goldenen Dreiecks.
General Tuan starb 1980. Über einem Hügel dient ihm ein fein dekorierter Tempel als Grab. Nach seinem Tod gab Mae Salong den Mohnanbau auf und widmete sich Gemüse- und Obstanbau. Der chinesische Tee von Mae Salong – der Oolong – ist in ganz Thailand renommiert.
Besuch des Grabes von Tuan Shi-Wen
Mitten zwischen den endlosen Teepflanzungen ragt das Grab des Generals Tuan einsam auf einer Höhe auf. Ein chinesischer Offizier bewacht es und überreicht den Pilgern Räucherstäbchen, die zum Gebet kommen. Das Grab ahmt die Form eines buddhistischen Tempels nach. Es ist über eine Treppe zugänglich und präsentiert sich als überdachtes Gebäude mit Säulen, das nach allen vier Seiten offen ist. Der Sarkophag befindet sich am Ende des Saales. Gegenüber dem Sarkophag stehen Schalen mit Speisen, Kerzen und Räucherstäbchen. Hinter dem Sarg hängt ein Porträt des Generals an der Wand. Fotografien von KMT-Mitgliedern sind hier und da ausgestellt.
Die Straße, die zum Grabmal des Generals Tuan führt, führt über einen lokalen Markt. Menschen verschiedener Herkunft, aus verschiedenen Stämmen und verschiedenen Sprachen treffen sich hier: die Lahu, die Karen und die Akha tauschen die neuesten Nachrichten aus und verkaufen ihre Handwerkswaren.
Praktische Informationen
Wann sollte man gehen?
Die Zeit von November bis Februar ist die beste Zeit, um den Berg hinaufzusteigen und sich am Grab des Generals Tuan zu besinnen. Der Himmel ist klar und die Hitze ist erträglicher. Die Kirschbäume sind mit hübschen rosa Blüten bedeckt und machen den Spaziergang magisch.
Wie kommt man dorthin?
Da kein Bus den Berg bedient, stehen dem Besucher zwei Transportmittel zur Verfügung: das Songthaew oder das private Fahrzeug.
Weitere Attraktionen
Auf dem Weg den Berg hinauf gibt es weitere interessante Orte, die einen Besuch wert sind:
Der Tempel Sinakarintra Stit Mahasantikhiri
Auf dem Gipfel von Doi Mae Salong gelegen, ist dieser Tempel der Erinnerung an Prinzessin Sinakarindra, die Mutter von Rama IX, gewidmet. Sie kämpfte für die Rechte der Bergtribus im Norden Thailands;
Die Kulturdörfer
Die Stammesgemeinschaften werden sich freuen, Ihnen Gastfreundschaft in ihrem Haus zu gewähren, zumindest für einen kurzen Besuch. Diese birmanischen ethnischen Gruppen widerstehen den Verlockungen der modernen Welt und haben einen Lebensstil angenommen, der in Harmonie mit der natürlichen Umgebung steht.
Teesalons und chinesische Restaurants
Mae Salong ist für seine authentische Atmosphäre bekannt, die von seinen chinesischen Ursprüngen stammt. Es ist üblich, einige authentische Rezepte aus Yunnan zu probieren.
Fotos
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