Wat Arun

Wat Arun

Wat Arun

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Wat Arun, Bangkok 10600, Thailand

Der Wat Arun oder Tempel der Morgenröte dominiert das westliche Ufer des Chao Phraya in Bangkok mit seinem 70 m hohen Prang, der mit Porzellanbeschlag bedeckt ist.

Am rechten Ufer des Chao Phraya gelegen, ist der Wat Arun oder Tempel der Morgenröte einer der berühmtesten buddhistischen Monumente in Bangkok. Alle wichtigen Informationen zur Sehenswürdigkeit im Überblick.

Einige Monumente Bangkoks bewahren die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse, die die Hauptstadt bei ihrer Gründung erschütterten. Zu diesen zählt der Wat Arun, der sich wunderbar an den Ufern des Chao Phraya befindet, direkt gegenüber vom historischen Zentrum. Der Wat Arun ist berühmt für seinen 70 m hohen zentralen Prang und verkörpert eine architektonische Übergangsphase zwischen pyramidenförmigen, hinduistisch inspirierten Türmen und buddhistischen Elementen mit Ordinations-halle und Viharas. Er dokumentiert auch eine politische Umbruchzeit zwischen dem Ende des Königreichs Ayutthaya und dem Aufstieg Bangkoks als neue Macht unter der Herrschaft der Thonburi- und Chakri-Dynastien. Ohne Frage wird eine geführte Besichtigung des Wat Arun Ihre Lust auf Geschichte und künstlerisches Erleben während eines kurzen Aufenthalts in Bangkok erfüllen.

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Geschichtliche Wurzeln

Das genaue Gründungsdatum des Tempels ist in historischen Quellen nicht verzeichnet. Verlässliche Nachweise bestätigen, dass ein ehemaliges Kloster namens Wat Makok auf diesem Gelände seit der Ayutthaya-Zeit bestand. Dies war etwa Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Wat Arun verdankt seinen Namen Aruna, dem hinduistischen Sonnengott. Daher stammt die Bezeichnung "Tempel der Morgenröte", unter der er in Reiseführern bekannt ist.

Der Tempel entstand während der Blütezeit von Thonburi, das das untergegangene Königreich Ayutthaya ablöste. Nach der Eroberung Thonburis erfüllte Taksin der Große sein Gelübde gegenüber dem Buddha, seinen Tempel wiederherzustellen, falls es ihm gelingt, die Birmanen zu besiegen. Das neue Bauwerk wurde Wat Chaeng genannt. Der Smaragd-Buddha wurde hier von 1770 bis 1785 aufbewahrt, dann zum Großen Palast verlegt. Als Rama I. Taksin entmachtete und tötete und sich selbst zum König krönte, verlor der Wat Arun seinen Status als "königlicher Tempel" an den Wat Pho. Der Gründer der Chakri-Dynastie beschloss nämlich, eine Hauptstadt am östlichen Flussufer zu errichten: das zukünftige Bangkok.

Es folgte eine lange Zeit des Verfalls. Im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk auf Geheiß Ramas II. vollständig renoviert. Die Arbeiten setzten sich bis zur Herrschaft Ramas III. fort. Der Hauptschrein-Turm stammt aus dieser Zeit. Seine heutige Form verdankt der Wat Arun den jüngsten Restaurierungen zwischen 2013 und 2017 unter der Schirmherrschaft des Thailändischen Amtes für Künste. Zement wurde durch weißen Kalk ersetzt, um die ursprüngliche Architektur des Klosters zu wahren.

Der Wat Arun heute

Der Wat Arun ist eine der drei am meisten besuchten Pagoden in Bangkok, zusammen mit dem Tempel des Liegenden Buddha und dem Tempel des Smaragd-Buddhas. Worauf ist diese Attraktivität zurückzuführen? Einerseits wird die herrliche Lage am Ufer des Chao Phraya-Flusses geschätzt. Andererseits ist es ein echtes Vergnügen, hinduistische Ikonographie an einem Ort der Verehrung zu entdecken, der von Buddhisten besucht wird. Jedoch ist der einzigartige Reiz des Tempels seiner Traum-architektur zuzuschreiben, die einen Bergtemple im Khmer-Stil mit zarten Porzellain- und Muschelschalen-Mosaiken vereint. Zur Information: Die zuckerhutförmigen Strukturen sind charakteristisch für die primitive hinduistische Kunst. Die Täuschung ist vollkommen gelungen und vermittelt die Illusion, nach Bagan zu reisen oder die dravidischen Ruinen von Karnataka zu besuchen.

Den Tempel der Morgenröte besichtigen

Von ferne vom Fluss aus betrachtet, erscheint der Wat Arun wie ein goldener Gebirgsgipfel. Für Hinduisten ist dieser Turm-Schrein oder Prang eine architektonische Allegorie des Berges Meru, des Sitzes der Götter und Mittelpunkt der Erde. Er misst 70 m in der Höhe mit einem Gesamtumfang von 234 m. Vier Satellitentürme umgeben den zentralen Turm von allen Seiten. Die einzigartige Schönheit des Tempels verlangt danach, fotografiert zu werden.

Bei näherer Betrachtung werden viele künstlerische Details die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich ziehen. Der sitzende Buddha Niramitr in Lotosposition ist wunderbar. Die Schutzgottheiten Thotsakan und Sahassa Deja, die den Eingang der Hauptkapelle bewachen, sind es noch mehr. Die eine ist ein grüner Dämon, während die andere ein wohlwollender Geist ist, der in Weiß gemeißelt wurde. Die Bildhauer haben weitere Fabelwesen dargestellt, die im Epos des Ramayana berichtet werden. Sie werden auch hochwertige Wandfresken beobachten, die von den Hofmalern Ramas V. ausgeführt wurden.

Das Vogelgezwitscher, das Rascheln der Blätter im Hauch der Brise, die großartige Architektur des Tempels ergreift Ihr Herz und versetzt Sie in eine andere Epoche. Der Höhepunkt des Besuchs erwartet Sie auf der Terrasse des Hauptprang, die nach mehreren Treppenstufen erreichbar ist. Der Preis ist doppelt: Zum einen werden Ihnen der Dreizack mit sieben Spitzen des Shiva vor Augen stehen, der den Tempel überragt; zum anderen ein atemberaubender Ausblick auf den Wat Pho, den Großen Palast und die Innenstadt Bangkoks.

Zu den Besuchszeiten: Die beste Zeit ist der Sonnenaufgang, wenn die Mönche in den Straßen umhergehen, um Almosen zu bitten. In Orange gekleidet halten sie demütig ihre stahlerne Schale hin, in die Menschen Geld oder Sachspenden legen, meistens eine Portion Reis. Dies ist eine Gelegenheit, Kindern Großzügigkeit zu lehren. Ansonsten wird die Pagode bei Einbruch der Dunkelheit mit Lichteffekten beleuchtet. In der Nähe des Ufers gibt es gemütliche Cafés und Restaurants, um diese nächtliche Atmosphäre zu genießen.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

Die Stätte ist täglich geöffnet, aber die Besuchszeiten sind zwischen 9 Uhr und 17 Uhr 30 begrenzt.

Eintrittspreise

Thailänder können kostenfrei eintreten, aber für ausländische Touristen wird eine Eintrittsgebühr von 50 Baht, etwa 1,4 €, erhoben.

Wann sollte man den Wat Arun besuchen?

Die Monate November bis Februar entsprechen der Hochsaison des Tourismus in Bangkok. Die Hitze ist in dieser Jahreszeit angenehm, fern von unerträglicher Schwüle und wiederholten Regenfällen.

Allerdings hat ein Besuch des Tempels der Morgenröte im Oktober seine Vorteile, trotz Regenschauer. Die Buddhisten feiern das Katchina-Festival, einen Tag der Wohltätigkeit. Sie werden einen Korso königlicher Boote entlang des Chao Phraya beobachten. Bei diesem Fest kommt der König persönlich, um den Mönchen neue Gewänder zu verteilen.

Wie man dorthin kommt

Der Tempel der Morgenröte befindet sich im Viertel Bangkok Yai. Sehr leicht zu erkennen, da er direkt gegenüber vom Wat Pho am anderen Ufer des Chao Phraya-Flusses liegt.

Um zum Wat Arun zu gelangen, begeben Sie sich zur Station Saphan Taksin. Fährschiffsdienste bringen Touristen zum Wat Pho, zum Großen Palast und zum Wat Arun. Nehmen Sie ein Boot und steigen Sie am Steg Nr. 8 aus.

In der Umgebung…

Außer dem Wat Arun gibt es andere Touristenziele im Herzen der Innenstadt, die einen Besuch wert sind:

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