
Der Fluss Kwaï
Der Fluss Kwaï
2GR3+RM5, Maenamkwai Road, Tambon Tha Ma Kham, Amphoe Mueang Kanchanaburi, Chang Wat Kanchanaburi 71000, Thaïlande
In Kanchanaburi bewahrt der Fluss Kwaï die Brücke der Death Railway, ein Überbleibsel der Eisenbahn, die die japanische Armee während des Zweiten Weltkriegs erbaute.
Im Westen Thailands verdankt der Fluss Kwaï seinen Ruhm seiner historischen Brücke, wo Tausende von Arbeitern ihr Leben verloren. Ein detaillierter Überblick über diese Attraktion.
Der Fluss Kwaï lädt zu einer Vergnügungsfahrt ein, um die Sehenswürdigkeiten Westthailands zu erkunden. Die Brücke, die den Fluss überspannt, ist ein starkes Symbol der Nation, da sie von der grausamen Unterdrückung zeugt, die die Japaner während des Zweiten Weltkriegs über die Bevölkerung ausübten. Die Death Railway zwingt dazu, das Schicksal der Tausenden von Arbeitern, die auf der Baustelle starben, in wenigen Minuten nachzuerleben. Danach wird die Wanderung fröhlicher, wenn Sie per Boot die Sehenswürdigkeiten von Kanchanaburi durchfahren, bevor Sie nach Süden weiterziehen. Prähistorische Höhlen, Wasserfälle, ein Tigerschutzgebiet, khmere Tempel aus Stein oder rotem Sandstein in Muan Sing… Diese 450 km lange Flussfahrt vereint Naturreisen und archäologische Wunder in einer atemberaubenden Naturkulisse.
Geschichte der Death Railway
Die Brücke über dem Fluss Kwaï erinnert die Bürger an die düstere Zeit des Zweiten Weltkriegs. Alles begann 1941, als japanische Streitkräfte das Territorium von Siam besetzten. Das Japanische Reich entwickelte ein großangelegtes Projekt: den Bau einer 415 km langen Eisenbahn. Diese sollte Thailand mit Birma verbinden, das damals unter britischer Herrschaft stand. Für dieses Eisenbahnprojekt musste eine erhebliche Anzahl von Arbeitern zu Zwangsarbeit herangezogen werden. Die Arbeitskräfte wurden auf etwa einhunderttausend zivile Arbeiter aus Asien und sechzigtausend Kriegsgefangene, die aus Ländern der Alliierten deportiert wurden, geschätzt. Ein großer Teil von ihnen kam bereits vor Abschluss der Baustelle ums Leben. Die meisten starben an den Folgen von Misshandlungen oder wurden Opfer von Überfällen der britischen Truppen. Andere wurden von Tropenkrankheiten dahingerafft. Als die Arbeiten zum Fluss Kwaï vordrangen, musste eine Holzbrücke errichtet werden, um die Baustelle voranzutreiben. Die Eisenbahn erhielt den Spitznamen Death Railway oder "Todeseisenbahnlinie" wegen der vielen Menschenleben, die sie forderte.
Heute
Drei Wörter fassen die Geschichte des Flusses Kwaï oder Khwae Noi, wie er auch genannt wird, zusammen: Nummer 277, Juni 1943 und Zug des Todes. Wenn man diese drei Informationen zusammennimmt, steigt das Bild der erbarmungslos von japanischen und koreanischen Soldaten verfolgten Zwangsarbeiter in den Sinn. Es spielt keine Rolle, dass junge Rucksacktouristen heute dort Wettrennspiele veranstalten, und dass der alte Holzsteg durch einen Stahlviadukt ersetzt wurde, der von massiven Pfeilern gestützt wird. Für Touristen verkörpert Brücke Nummer 277 den hohen Preis, den Thailand im Krieg von 1945 zahlen musste. Sie ermöglichte es der größten Eisenbahn, die die Japaner gebaut haben – sie bauten deren vier –, unter Einsatz der schändlichen Zwangsarbeit, den Fluss Kwaï zu überqueren.
Um die berühmte Death-Railway-Brücke zu überqueren, können Sie den Touristenzug nehmen oder zu Fuß gehen. Wenn man sich die Vergeltungsanschläge der britischen Soldaten vorstellt, die Fliegerbomben auf die Eisenbahn warfen, bis sie im Juni 1945 vollständig zerstört war, bekommen die Passagiere eine Gänsehaut. Aber diese schreckliche Erinnerung verblasst angesichts der touristischen Betriebsamkeit auf der Brücke, die heute als eine der lebhaftesten Verkehrsadern der Provinz Kanchanaburi bekannt ist. Die Zeiten haben sich geändert: Die Brücke selbst ist zur Touristenattraktion geworden, und die abenteuerlichen Züge, die seit den 1950er Jahren die Strecke befuhren, läuten das moderne Zeitalter ein.
Abgesehen vom Durchqueren des Viadukts bietet der Fluss Kwaï weitere Attraktionen. Zwischen den reizvollen Wasserfällen von Sai Yok Noi, dem nahegelegenen Bahnhof Nam Tok Sai Yok Noi – ein weiteres Relikt der japanischen Präsenz – und den Bauerndörfern von Myanmar werden die Touristen während der Fahrt viel zu tun haben. Zum krönenden Abschluss darf die Bootsfahrt auf dem Fluss Kwaï nicht fehlen, eine Gelegenheit, die natürliche Schönheit der Region zu genießen.
Wie kommt man hin?
Der größte Teil des Flusses Kwaï verläuft durch die Provinz Kanchanaburi, westlich von Bangkok. Um zum Fluss zu gelangen, stehen mehrere Transportmöglichkeiten zur Verfügung:
- der Bus: die günstigste Option. Nehmen Sie eine Linie vom Busbahnhof Mo Chit II, südlich von Bangkok;
- der Minibus: Minibus nach Kanchanaburi fahren von Victory Monument in Bangkok ab;
- der Zug: mehrere Direktzüge verbinden die Hauptstadt mit der Provinz Kanchanaburi. Verwechseln Sie nicht den Bahnhof: Sie müssen den Bahnhof Thonburi erreichen, nicht den von Hua Lamphong.
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