
Das Wat Traimit oder der Tempel des Goldenen Buddha
Das Wat Traimit oder der Tempel des Goldenen Buddha
661 ถ. เจริญกรุง Khwaeng Talat Noi, Khet Samphanthawong, Krung Thep Maha Nakhon 10100, Thaïlande
In Bangkok bewahrt das Wat Traimit einen massiven goldenen Buddha von 3 Metern Höhe und 5,5 Tonnen Gewicht, dessen goldene Identität erst 1955 enthüllt wurde.
Wer hat nicht schon Bangkok besucht und ist dem Charme des großen Goldenen Buddha verfallen, einer berühmten Sehenswürdigkeit im ganzen Land des Lächelns! Entdecken Sie ihn im Wat Traimit.
Wer Bangkok besucht, freut sich meist schon auf die Besichtigung eines buddhistischen Tempels. Für Ihren nächsten Aufenthalt in Thailand empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Wat Traimit, in der Nähe des Bahnhofs Hua Hamphong. Dieses unscheinbare Heiligtum zog lange wenig Aufmerksamkeit auf sich – bis Mitte der 1950er Jahre, als die Bewohner entdeckten, dass die Statue des Heiligtums etwas Außergewöhnliches verbarg: Unter ihrer Stuck- und Glasschicht verbarg sich massives Gold. Der Goldene Buddha ist 3 Meter hoch und wiegt schätzungsweise 5,5 Tonnen – die größte Goldplastik der Welt. Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, wird die Ausstellung über die Ursprünge der Statue Sie begeistern.
Geschichte
Von den Ursprüngen bis zur Überführung nach Ayutthaya
Die ehrwürdige Statue hat einen langen Weg hinter sich, bevor sie im Tempel Traimit ankam. Archivaufzeichnungen deuten darauf hin, dass sie zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert während der Sukhothaï-Dynastie errichtet wurde. Die Inschrift auf der Stele von Ram Khamhaeng bezeugt dies und deutet an, dass der Buddha einst das Zentrum der alten Stadt zierte. Einige Fragmente der Statue könnten Experten zufolge in Indien gegossen worden sein, da die Sukhothaï-Kunst viele Gemeinsamkeiten mit der indischen Kunst aufweist und ursprünglich indische goldene Buddhas in verschiedene Länder exportiert wurden.
1403 wechselte die Statue ihren Aufenthaltsort und verließ Sukhothaï in Richtung des aufstrebenden Königreichs Ayutthaya.
Bangkok
Danach wurde die Statue nach Bangkok verlegt im Zusammenhang mit einer städtischen Umstrukturierung: 1801 befahl König Rama I., antike Buddha-Bilder aus den verfallenden Tempeln zu sammeln. Diese Reorganisationspolitik wurde von Rama III. fortgesetzt. Bei den Arbeiten am Fluss Chao Praya sollte der alte Tempel Wat Chotanaram zerstört werden. Die Statue des Goldenen Buddha befand sich darin, war damals aber mit Stuckstücken und Glaseinlagen überzogen. Diese Verputzung stammte aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, kurz bevor die Birmanen die Stadt Ayutthaya eroberten – ein Täuschungstrick, um Plünderer vom kostbaren Schatz abzuhalten. Die Behörden beschlossen, die Statue in das nahegelegene Wat Traimit Wittayaram zu verlegen. Da der Tempel noch nicht über ausreichend große Gebäude verfügte, wurde die Statue zunächst draußen unter einem Blechdach ausgestellt.
Wie die Mönche das massive Gold der Statue freilegten
Der 25. Mai 1955 ist ein Meilenstein in der Geschichte des thailändischen Buddhismus: Die Mönche eröffneten das nagelneue Viharn, in dem die Statue ruhen sollte. Beim Heben des Buddha von seinem Sockel riss eines der Kräne-Kabel, und die Statue stürzte schwer zu Boden. Die Geistlichen deuteten den Unfall als böses Omen und verließen mit den Arbeitern den Ort. In jener Nacht regnete es heftig, und ein großer Teil des Tempels wurde überflutet.
Am nächsten Morgen machte ein Verantwortlicher eine bemerkenswerte Entdeckung, als er zu der Stelle zurückkehrte, wo der Buddha gefallen war, und begann, den Schlamm zu entfernen: Ein glänzendes Metall erschien in einer Rissöffnung. Eine genaue Untersuchung folgte sofort – und das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Unter der Putzschicht verbarg sich tatsächlich massives Gold. Bald verbreitete sich diese sensationelle Nachricht in der ganzen Stadt. Da die Entdeckung zeitlich sehr nah bei der Feier des 2.500. Todestages Buddhas lag, bezeichneten die Medien das Ereignis als Wunder.
Die Beschreibung der Statue
Die Legende um die Statue und die Enthüllung ihrer Identität mag Reisende faszinieren – doch nichts ersetzt die eigene Erfahrung vor Ort. Mit einer Höhe von 3 Metern erhebt sich der Goldene Buddha majestätisch am Ende des Gebetsaals. Die eiförmige Kopfform entspricht der Sukhothaï-Kunst. Die Ohrläppchen sind weit geöffnet, und die feine Linienezeichnung der Augenbrauen harmoniert perfekt mit der aquilinen Nase. Der Buddha sitzt auf einem Sockel in der traditionellen Bhumisparsha-Mudra-Haltung, mit eingezogenen Beinen und der rechten Hand den Boden berührend. Diese Geste drückt die innere Ruhe desjenigen aus, der mit sich im Reinen ist und vollständige Kontrolle über irdische Lüste erlangt hat. Im Nackenbereich schnitzten die Bildhauer drei Falten, um Buddhas ehemals fürstlichen Rang zu markieren. Die breiten Schultern und der aufrechte Oberkörper beweisen auch seine einstige Zugehörigkeit zum Adel.
Das Gold der Statue hat einen Reinheitsgrad von 18 Karat und einen Gesamtwert von etwa 250 Millionen Dollar nach aktuellem Marktkurs. Der obere Teil ist vollständig aus reinem Gold gegossen, besonders das Haar und der obere Ring. Kopf und Kinn bestehen zu 80 % aus Gold, der untere Teil zu 40 %.
Was gibt es noch im Wat Traimit zu sehen?
Die touristische Attraktion des Tempels beruht hauptsächlich auf dem Großen Goldenen Buddha. Es warten jedoch weitere Attraktionen auf Besucher.
Das Bangkok Chinatown Heritage Center Museum
Tauchen Sie für einen Moment in das Museum "Bangkok Chinatown Heritage Center" ein, das sich in einem Nebenteil des Heiligtums befindet. Erkunden Sie die Geschichte der ersten chinesischen Einwanderer in der Hauptstadt. Das Museum präsentiert Fotos, Videos und hochwertige Modelle.
Historische Ausstellung
Neben dem Museum können Sie sich die Ausstellung zur Geschichte des Goldenen Buddha ansehen – von seiner Herstellung in der Sukhothaï-Dynastie bis zur Enthüllung seiner geheimen Identität und zur Verleihung des Titels "kolossalste Goldstatue der Welt".
Wie kommt man hin?
Das Wat Traimit ist leicht zu erreichen: Sie finden es gleich neben dem Bahnhof Hua Lamphong im Chinatown-Viertel von Bangkok. Der schnellste Weg dorthin ist die U-Bahn (MRT). Alternativ können Sie öffentliche Busse nehmen. Steigen Sie in die Linien 5, 7 oder 507 ein: Sie alle fahren zu diesem Ziel. Anspruchsvolle Besucher holen sich ein Taxi.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Der Tempel ist täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 40 Baht pro Person.
Zum Besuch des Museums müssen Sie einen Aufpreis von 100 Baht zahlen. Das Museum ist montags geschlossen.
Kleiderordnung
Besucher werden gebeten, sich angemessen für den Tempelbesuch zu kleiden. Leichte Kleidung wie kurze Hosen, Röcke und ärmellose Oberteile sind nicht erwünscht. Wenn Sie einen Besuch auf der obersten Etage des Museums planen, beachten Sie, dass Sonnenbrillen und Kopfbedeckungen nicht erlaubt sind.
Fotos
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